Gedenkveranstaltung

Vor 75 Jahren: Ein KZ mitten in Wandsbek

Eine musikalische Weltreise

Begrüßung: Peter Pape (Vorsitzender der Bezirksversammlung Wandsbek)
Rede: Stefan Romey: KZ-Häftlinge als Versuchskaninchen für den Gasschutz
Musikalische Begleitung: Posaunenchor Emmaus Hinschenfelde

An der idyllisch gelegenen Wohnsiedlung „An der Rahlau“ befand sich vor 75 Jahren eines der Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme. Mehr als fünfhundert Frauen mussten hier von Juni 1944 bis Ende April 1945 Gasmasken für die Lübecker Drägerwerk AG herstellen. Noch im März 1945 führte die Drägerwerk AG an den Frauen dieses KZ Versuche in Luftschutzbunkern aus, in denen erforscht werden sollte, wie lange Menschen in einem gasdichten Luftschutzraum ohne Belüftungsanlage überleben können.
Seit vielen Jahren gedenken wir am 29. August der Opfer des KZ Wandsbek. Es ist der Tag, an dem Raja Ilinauk „zur Abschreckung“ für die anderen Häftlinge auf dem Lagergelände öffentlich erhängt wurde. Grund: Anfang August war ihr aus Müdigkeit und Erschöpfung eine schwere Gussform heruntergefallen, für die SS war es „Sabotage“.
Erst seit neun Jahren existiert an diesem Ort eine der Öffentlichkeit zugängliche KZ-Gedenkstätte. Wir möchten jedes Jahr gemeinsam an die Geschichte des KZ Wandsbek und das Leiden der dort inhaftierten Frauen erinnern.
Die 2010 eingeweihte Skulptur wird von Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Gedenkveranstaltung geschmückt.
…bringt eine Rose mit…

 

Do. 29.08. 18:00